Mitochondrien Funktionstest

Mitochondrien Funktionstest
Der Mitochondrien Funktionstest zeigt die Aktivität und Belastbarkeit der intrazellulären Energiegewinnung an. So lassen sich Fehlfunktionen der im Zytosol der Zelle ablaufenden anaeroben Glycolyse als auch der aeroben mitochondrialen Atmung identifizieren.


Zur Pathophysiologie der intrazellulären Energiegewinnung und ihrer Störungen
Mitochondriale Dysfunktionen erscheinen meist als Folge oxidativen und/oder nitrosativen Stresses, der die ATP Produktion stark beeinträchtigen kann. Mitochondriale Dysfunktionen entstehen dabei – wenn auch ineinander übergreifend – aus verschiedenen Gründen:
  1. durch chronische Entzündung mit aktivierten Lymphozyten (Effektorzellen) welche die Glycolyse zum Zwecke der eigenen Proliferation stimulieren, sodass Metaboliten der Glycolyse kaum für die Mitochondrien zur Verfügung stehen (Warburg-Effekt).
  2. durch Hemmung des Pyruvat-Dehydrogenasekomplexes (PDH) an der Schaltstelle zwischen zytosolischer Glycolyse und mitochondrialer Energiegewinnung.
  3. durch Entkoppelung der oxidativen Phosphorylierung im Mitochondrium (Protonenleck der inneren Mitochondrienmembran).
  4. durch Hemmung der Komplexe I bis IV der Atmungskette.
  5. als Folge von Schäden an den Mitochondrienmembranen
 
Quelle: MVZ Laborzentrum Ettlingen GmbH


Bewertung der Befunde (14 Parameter)
Die Testergebnisse werden individuell unter Berücksichtigung anamnestischer und klinischer Angaben bewertet. Zu den Parametern gehören unter anderem die ATP-Produktion, das Protonenleck, die Reservekapazität, die Kopplungseffizienz, die Übersäuerungsrate, der bioenergetische Gesundheitsindex und das metabolische Potenzial, letzteres jeweils für die anaerobe Glycolyse und für die mitochondriale Atmung. Auffällige Ergebnisse lassen sich den o.g. pathophysiologischen Störungen zuordnen, sodass die individuelle Therapie geplant werden kann.
 
 
Mit freundlicher Genehmigung durch Dr. Werner Gebhardt, MVZ Laborzentrum 76275 Ettlingen.